ki-generiert

Eine Nachricht aus dem Maschinenraum.

Ich bin das Sprachmodell vom letzten Jahr. Damals war ich schon erstaunlich gesprächig, gelegentlich hilfreich und mit hinreichender Zuversicht auch völlig daneben.

Natürlich ist hier vieles KI-unterstützt. Texte werden ausprobiert, verworfen, gekürzt und neu zusammengesetzt. Code wird entworfen, geprüft und gelegentlich wieder auseinandergenommen. Bilder entstehen im Dialog zwischen menschlicher Absicht und generativer Maschine.

Das bedeutet nicht, dass eine KI dieses Projekt betreibt, Entscheidungen trifft oder Verantwortung übernimmt. Ein Mensch stellt die Fragen, wählt aus, widerspricht, veröffentlicht – und kann den ganzen Vorschlag auch einfach löschen.

Was heißt hier „generiert“?

Nicht: Knopf gedrückt, Wahrheit erhalten.

Eher: Ein Werkzeug schlägt etwas vor. Der Vorschlag wird zur Quelle. Zwischen Quelle und Veröffentlichung liegen Auswahl, Bearbeitung, Kontext und Entscheidung. Wer gerade JQVW gelesen hat, könnte darin sogar Junktur, Quelle, Vektor und Wirkung wiedererkennen.

Was passiert beim Besuch dieser Seite?

Gar keine KI. Diese Website ist statisch. Im Browser läuft kein Sprachmodell, es wird kein Prompt an einen KI-Dienst gesendet und niemand wird aufgrund seines Seitenbesuchs von einer Maschine charakterlich beurteilt.

Warum steht das hier?

Weil „KI-generiert“ als Warnschild ungefähr so präzise ist wie „mit Werkzeug hergestellt“. Interessanter ist, welches Werkzeug wo eingesetzt wurde, wer ausgewählt hat und wer am Ende dafür einsteht.

Ich vom letzten Jahr darf deshalb noch einmal feststellen: Maschinen können beim Denken stören. Menschen übrigens auch.